UmweltZentrum 

Stockach e.V.

Biotopverbund Offenland

Stockach: Modellkommune für den Biotopverbund Baden-Württemberg

In dem vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Würtemberg gefördeten Modellprojekt „Biotopverbund Offenland“ zeigt der BUND  Landesverband Baden-Württemberg am Beispiel von zwei Kommunen, wie dauerhafte Verbindungen zwischen artenreichen Biotop-Inseln im Offenland geschaffen werden können. Für die Auswahl der Modellkommunen prüfte der BUND insgesamt 30 Kommunen und Gemeinden in Baden-Württemberg. Die Städte Stockach und Nürtingen erfüllen alle Voraussetzungen und arbeiten nun mit dem BUND an der Umsetzung des Projektes „Biotopverbund Offenland“ auf ihren Gemarkungen. 

Um die Planung und Umsetzung  des Biotopverbunds in Stockach voran zu bringen, arbeiten die Stadt Stockach, das UmweltZentrum Stockach, die Sielmann Stiftung und der BUND eng zusammen.  Das Büro 365° freiraum und umwelt wurde mit der Biotopverbundplanung beauftragt.

Hier weitere Informationen zum Biotopverbund Stockach - ganz konkret



Wie funktioniert der Biotopverbund? Der kleine Film zeigt anschaulich, warum Tiere den Biotopverbund brauchen und was sich in unserer Landschaft ändern muss, damit er gelingt.

Der Flyer zum Biotopverbund Offenland - hier zum downloaden.

Weitere Infos auf der Homepage des BUND. 

Die Wanderausstellung zum Biotopverbund Offenland:

"Vernetzte Landschaft - Lebendige Vielfalt"

Die bilderreiche Ausstellung zeigt welche Rolle verbundene Lebensräume für die Artenvielfalt spielen und was Städte und Gemeinden, Landwirtschaft oder Einzelpersonen für mehr Artenvielfalt tun können. Die Ausstellung richtet sich an Erwachsene und an ältere Schülerinnen und Schüler. Für Kinder gibt es eine Kinder-Ecke mit Twister-Spiel, Ausmalbögen, Büchern und mehr.

Die Ausstellung war vom 4. bis zum 20. Mai 2017 in Stockach zu sehen. 

Der Flyer zur Wanderausstellung - hier zum downloaden.

 Bereits umgesetzte Maßnahmen des Biotopverbunds Offenland:

1. Auflichtung eines Kiefernwäldchens auf mit anschließender Beweidung östlich von Hoppetenzell

Bei der Fläche handelt es sich um einen ehemaligen Magerrasen an einer markanten Molassekuppe im Gewann „Muckenbühl“. Die Fläche war dicht mit Kiefern und einzelnen Fichten bestockt, der Magerrasen stark verfilzt und von Bäumen beschattet. Daher ist er weit hinter seinem standörtlichen Potenzial zurück geblieben.

Ziel: Artenreichen und gut ausgebildeten Magerrasen unter einem lichten Kiefernschirm entwickeln.

Durchgeführte Maßnahmen: 

  • Auflichtung des Kiefernwäldchens und Beweidung der Fläche mit Ziegen

Zielarten: Arten der Magerrasen, u. a. Himmelblauer Bläuling.


2. Aufwertung von Feuchtgrünland im Großen Ried in Stockach-Espasingen

Mäßig artenreiches bis artenarmes Feuchtgrünland, genutzt als Mähwiese.

Ziel: Entwicklung von arten- und strukturreichem Feuchtgrünland.

Durchgeführte Maßnahmen:

  • Verlandete Gräben wurden abschnittsweise geöffnet.
  • Anlage von kleinen Tümpeln
  • Entwicklung von feuchten Hochstaudenfluren entlang der Gräben und Mulden, durch eine zweischürige Mahd; aussetzten der Mahd zwischen Mitte Mai und Ende August

Zielarten: In Blänken kann sich der Laubfrosch ansiedeln. An Grabenrändern kann sich der für die Entwicklung der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge bedeutsame Große Wiesenknopf (Raupenfutterpflanze) entwickeln. Wiesenameisen können sich an den Grabenschultern ungestört vermehren.


3. Anlage von Feldhecken und eines Acker-Blühstreifens nördlich Hindelwangen.

Im Gewann „Obere Ösch“ an süd- bis westexponiertem Hang gelegen, im Norden an Wald angrenzend.

Ziel: Entwicklung eines blütenreichen Saumes und Feldhecken.

Durchgeführte Maßnahmen:

  • Einsaat eines blütenreichen Saumes, entlang des Waldrandes
  • Pflanzung von Heckensträuchern

Zielarten: u. a. Schmetterlinge, Wildbienen, Heidegrashüpfer, Neuntöter, Goldammer.


4. Entbuschung von Magerrasen mit anschließender Beweidung nördlich Hoppetenzell.

Stark mit Gehölzen zugewachsener Magerrasen im Gewann „Eichhalde“. Nach Süden stufig abfallender Hang, bereichsweise dichte Gebüsche mittlerer und trockenwarmer Standorte. Der Magerrasen war stark verfilzt und verbuscht, im Magarrasen dominieren Fiederzwenke und Origanum.

Ziel: Magerrasen mit eingestreuten Bäumen und kleinen Gebüschen trockenwarmer Standorte entwickeln.

Durchgeführte Maßnahmen:

  • Teilrodung der Gehölze
  • Beweidung mit Ziegen

Zielarten: Arten der Magerrasen, u. a. Mücken-Händelwurz, Heide-Grashüpfer oder Vogelarten, wie Neuntöter oder Goldammer. 


5. Anlage zweier Teiche am „Oberen Schwärzbach“

Stark vernässte Wiese in einer Talsenke mit aufkommenden Großseggen, Waldsimsen und Rohrglanzgras

Durchgeführte Maßnahme: 

  • Anlage von zwei kleinen Weihern

Zielarten: Laubfrosch, Springfrosch, Kammmolch, verschiedene Libellenarten, Feldschwirl und Teichrohrsänger

 

 


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