UmweltZentrum 

Stockach e.V.

Gelbbauchunken


Die Gelbbauchunke ist eine Art des Berg- und Hügellandes im mittleren und südlichen Europa. Sie kommt in Deutschland hauptsächlich im Süden und in der Mitte Deutschlands vor. Als streng zu schützende Art wird die Gelbbauchunke auf der Roten Liste in der Kategorie zwei geführt und gilt somit als stark gefährdet.

Die ersten mindestens zehn Exemplare der in südlichen Gefilden unseres Landes beheimateten Gelbbauchunken sind in unseren zwei neu angelegten Unkentümpeln unweit des Hoppiweihers eingetroffen.

Gelbbauchunken sind Amphibien aus der Ordnung der Froschlurche, die typischerweise vegetationsarme Klein- und Kleinstgewässer, Wassergräben, Traktorspuren oder Pfützen mit lehmigem Grund bewohnen, die ganz neu entstanden sind. Die Unken sind eine "Pioniersart", also die ersten Bewohner in dem jeweiligen Gewässer, da sie dort ihren Laich ablegen können, ohne dass dieser von Fressfeinden wie Fischen oder Libellenlarven oder konkurrierenden Arten bedroht wird. In Ermangelung von Fluss- oder Auenlandschaft findet man die Gelbbauchunke heute eher in Kiesgruben, Steinbrüchen oder auf Truppenübungsplätzen. Sie nehmen aber auch eigens für sie gegrabene Tümpel dankend an und besiedeln sie. 

So auch unsere Tümpel, welche von der Chemie-AG der neunten Klasse der Waldorfschule Wahlwies zusammen mit dem Umweltzentrum gegraben und stetig mit Wasser aus dem Hoppiweiher gefüllt wurde. 

Merkmale:

Die Gelbbauchunke kann eine Größe von rund 3,5 bis 5 Zentimeter erreichen. Die Oberseite ist graubraun gefärbt und mit flachen Warzen besetzt. Die Unterseite ist graublau bis schwarzblau gefärbt und weist ein auffallendes gelbes Fleckenmuster auf, welches mehr als die Hälfte der Unterseite ausmacht. Die Gelbbauchunke besitzt die für Unken typische herzförmige Pupillenform.