UmweltZentrum 

Stockach e.V.

Natur Nah Dran

Stockach für Förderprojekt „Natur nah dran“ ausgewählt :                                                                    Bald blüht es für Wildbienen und Schmetterlinge


Stuttgart/Stockach – Erfolgreich beworben: 

Für das Förderprojekt „Natur nah dran“ konnte sich Stockach einen der begehrten Plätze für 2022 sichern. Die Stadt und das UmweltZentrum Stockach werden nun, zusammen mit dem NABU, gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM), einen Teil ihrer Grünflächen in artenreiche Lebensräume für Tiere und Pflanzen verwandeln. „Stockach möchte unter anderem an zwei Schulen Rasenflächen in artenreiche Blühflächen verwandeln – gemeinsam mit den Schulklassen. Dieses Konzept und die schon konkreten Vorschläge zur Umgestaltung haben uns überzeugt“, berichtet Projektleiter Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. „Wir gratulieren und freuen uns darauf, die Vorschläge gemeinsam umzusetzen.“


54 Bewerbungen waren beim NABU für das Projektjahr 2022 eingegangen. Aus diesen wählte die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Gemeindetag Baden-Württemberg, Städtetag Baden-Württemberg, UM und NABU, 15 Kommunen aus. Diese werden bei der naturnahen Umgestaltung von jeweils bis zu fünf Flächen unterstützt. 
In Stockach ist die Umwandlung folgender Flächen geplant: Ein Teil der Schulhöfe vom Nellenburg Gymnasium und von der Grundschule Stockach sollen naturnah gestaltet werden. Die Grünfläche neben der Bushaltestelle an der Grundschule Stockach wurde ebenfalls als Projektfläche ausgewählt. Eine weitere Blühfläche ist am Rißtorf-Kreisel vorgesehen.


Insekten wie die Rainfarn-Maskenbiene, die Wildbiene des Jahres 2022, oder der Schachbrettfalter benötigen dringend neuen Lebensraum. Der fortschreitende Rückgang ihrer Bestände rückt immer mehr in den Blick von Öffentlichkeit und Kommunen. Das zeigt auch das große Interesse an „Natur nah dran“. Schließlich bietet der Siedlungsbereich ein erhebliches Potential: In allen Städten und Gemeinden gibt es Grünstreifen, Verkehrsinseln oder Brachflächen, die mit den passenden Wildpflanzen zu blühenden Biotopen werden können. Die im Rahmen des Projekts umgestalteten Flächen sollen auch als positives Beispiel dienen und zur Nachahmung anregen.


Praxisnahe Schulungen als Schlüssel zum Erfolg
Die teilnehmenden Städte und Gemeinden erhalten eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (maximal 15.000 Euro). In der Summe enthalten sind unter anderem fachliche Unterstützung bei Planung und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch die Fortbildung für kommunale Bedienstete: Ein Schwerpunkt von „Natur nah dran“ liegt in der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kommunen im Umgang mit Wildpflanzen und naturnahen Flächen. So ist die Teilnahme für viele Städte und Gemeinden häufig die Initialzündung, auch nach der Projektlaufzeit weitere Flächen umzugestalten.
Hintergrund:
Von 2016 bis 2021 wurden in der ersten Staffel von „Natur nah dran“ 61 Kommunen mit Rat und Tat dabei unterstützt, die biologische Vielfalt im Siedlungsbereich zu fördern. Sie haben bereits mehr als 230.000 Quadratmeter naturnah umgestaltet – die Hälfte davon zusätzlich zu den geförderten Flächen auf eigene Initiative hin.
In der zweiten und weiter entwickelten Projektrunde werden von 2022 bis 2027 jährlich 15 weitere Städte und Gemeinden unterstützt. „Natur nah dran 2.0“ wird durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.


Weitere Informationen zum Projekt auf der Webseite vom NABU:

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/naturnahdran/index.html 


Ein Überblick über alle Kommunen, die beim Projekt mit dabei sind finden Sie hier:

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/naturnahdran/kommunen/index.html


Falls Sie Fragen zum Projekt haben erreichen Sie uns unter: 07771/4999, info@uz-stockach.de